Schulausflug zur Burg Trausnitz in Landshut

26. Oktober 2018

Am Freitag, den 26. Oktober 2018 durften alle unsere Schülerinnen und Schüler ein besonderes Schmankerl erleben. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften fuhren alle Kinder nach Landshut, wo wir die Burg Trausnitz besuchten.

Nach etwa 45 Minuten Fahrt gönnten wir uns zuerst einmal eine Brotzeit im Burghof, wo die Kinder nach dem langen Sitzen im Bus außerdem die Gelegenheit zum Herumtoben nutzen konnten.

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Im Burghof hatten wir Gelegenheit zum Toben und Vespern.

Anschließend erkundeten wir mit Auge und Ohr bei interessanten Führungen verschiedene Räumlichkeiten und Teile der Burganlage. Es wurde uns unter anderem eine Ritterrüstung gezeigt. Wir staunten, dass die Ritter dabei um die 20 kg Eisen an ihrem Körper zu tragen hatten und dass es eine lustige Mode gab. Je mehr schmückende, aber unpraktische Gelenke die Schuhe nach vorne hin aufwiesen, desto höher der Status!

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Wir lauschten begeistert Herrn Sommers
spannenden und interessanten Erzählungen
über die Ritterzeit.

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"Schuhmode" in der Ritterzeit

In der schönen mittelalterlichen Kapelle erfuhren wir, dass der Pfarrer nicht nur unten am Altar die
Gottesdienste leitete, sondern für den Hochadel zusätzlich auch noch oben auf der Empore, um die „höhere Stellung“ des Adels für alle sichtbar zu machen.

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Auf der Empore fanden die Gottesdienste für den Adel statt.

Zugleich faszinierend und gruselig fanden wir die Geschichten, die uns von den Burgführern in der Folterkammer erzählt wurden. Bereits für kleine Vergehen wurden zu Zeiten der mittelalterlichen Burgherren drakonische Strafen verhängt. So musste man für üble Nachrede eine zeitlang in den Pranger gesperrt den Spott der Leute ertragen. Streitende Marktweiber wurden gemeinsam in ein solches Holzkorsett gesperrt und erst dann befreit, wenn sie sich wieder vertrugen – und das konnte dauern! Einige der Kinder durften dies ganz direkt nachvollziehen, indem ihre eigenen Köpfe und Hände kurz in diesen Instrumenten landeten und sie diese umgelegt bekamen. Das war ganz schön unbequem und hätte mit der Zeit richtig wehgetan. Einerseits mussten wir da lachen, andererseits freuten wir uns, dass es heute solcherlei Strafmaßnahmen nicht mehr gibt!

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Erstaunt und auch etwas erschrocken waren wir über die mittelalterlichen Geräte
zur Bestrafung von Vergehen.
Ein komisches Gefühl, wenn man selber drinsteckt!

Es wurde uns auch erzählt, dass große Teile der Burg leider in den 1960er Jahren abgebrannt waren, nachdem ein stehen gelassener Tauchsieder einen Strombrand erzeugt hatte. Danach baute man alles wieder mit großem Engagement auf.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Burgführern Herrn Sommer und seinen Kolleginnen und Kollegen für die eindrucksvollen Führungen durch die Burg Trausnitz!

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Wir staunten über den schönen Ausblick von der Burg auf die Martinskirche und die Altstadt.

Vor der Rückfahrt durften die Kinder noch auf dem nahe gelegenen Spielplatz ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Diesen Tag empfanden wir als gelungenen Abschluss der ersten Etappe des Schuljahres am letzten Tag vor den Herbstferien!


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Vor der Rückfahrt hatten wir noch Spaß am Spielplatz